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Verschärfte Anti-Doping Regeln im ÖLV - auch im ÖFOL?

bearbeitet März 2010 in Diskussionsforum
Wäre doch auch für den ÖFOL zu überlegen:

http://www.bso.or.at/de/aktuelles/news/

Verschärfte Anti-Doping Regeln im ÖLV

Keine Förderungen und keine Entsendung zu internationalen Meisterschaften für gedopte Sportler mit Sperren über sechs Monaten
Der Vorstand des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes hat eine wesentliche Ergänzung zu den geltenden Anti-Doping-Bestimmungen beschlossen, die ein klares Signal für Fairness im Sport geben und sich entschieden von betrügerischem Verhalten distanzieren. Athleten oder Athletinnen, die wegen eines Dopingvergehens (Verfahren ab dem 1.1.2010) eine Sperre von länger als sechs Monaten zu verbüßen haben, werden künftig nicht mehr in einen ÖLV-Kader aufgenommen. Sie erhalten vom ÖLV keine Förderungen mehr und werden darüber hinaus nicht für internationale Meisterschaften bzw. Veranstaltungen (z.B. Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Europacup, Länderkämpfe) nominiert.
Der ÖLV nimmt damit eine Vorreiterrolle im Anti-Doping-Kampf ein und ist der erste österreichische Fachverband, der einen solchen Schritt setzt. Der Vorstandsbeschluss muss noch vom Verbandstag am 24. April 2010 bestätigt werden.
Diese Regelungen stehen im Einklang mit diversen nationalen wie internationalen Sanktionen für Sportler, die nach einer Dopingsperre wieder aktiv werden.
• Anti-Doping Bundesgesetz: Seit 1.1.2010: Lebenslänglicher Ausschluss wegen Dopingvergehen gesperrter erwachsener Sportler und Betreuungspersonen von der Bundessportförderung. (vgl. ADBG 2007 - §3)
• ÖOC-Vorstandsbeschluss (29.5.2007): "Der ÖOC-Vorstand hat beschlossen, hinkünftig alle des Dopings verurteilten Personen von einer Akkreditierung bei Olympischen Spielen auszuschließen."
• Förderrichtlinien der Österreichischen Sporthilfe: 10. Im Falle eines Vorliegens eines rechtskräftig nachgewiesenen Dopingvergehens ist der betroffene Sportler auf Lebzeiten von der Möglichkeit jeglicher Förderung durch die Österreichische Sporthilfe ausgeschlossen.
• Internationales Olympisches Comité: "Das IOC-Exekutivkomitee hat beschlossen, dass jeder Athlet, der für mehr als sechs Monate gesperrt wird, nicht an den nächsten Spielen teilnehmen darf".
• Geltende Bestimmung hinsichtlich Teilnahme bei Leichtathletik-Europameisterschaften von European Athletics: 103.2.2. No athlete who, pursuant to IAAF Rule 40, has been declared ineligible to compete for at least 2 (two) years may take part in the edition of the European Athletics Championships next following the conclusion of the period of ineligibility.
02.03.2010

Kommentare

  • Status quo:
    Durch den lebenslänglichen Ausschluss von der Bundessportförderung ist es für den ÖFOL ohnehin eine Gegebenheit, da sämtliche Entsendungen und Kaderunterstützungen seitens des ÖFOL aus zweckgebundenen Mitteln der Bundessportförderung finanziert werden.

    Daher ist ein deratiger Beschluss eigentlich nicht nötig - er hätte bloß deklarativen Charakter.


    Wobei ich gerade am ÖLV Kritik anbringen muss: Als ein dem ÖLV angehöriger Verein 2008 bei einer ÖLV-Landesmeisterschaft eine des Dopings überführte Athletin antreten ließ (wobei etliche andere Athleten aus Protest nicht antraten, um ein Zeichen zu setzen), reagierte der ÖLV überhaupt nicht! Was für mich völlig unverständlich ist: Die Meisterschaft wurde gewertet, es gab keinerlei Sanktionen gegen den Verein, keine Korrektur der Ergebnisliste, nicht einmal eine Erklärung <!-- s:roll: --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_rolleyes.gif" alt=":roll:" title="Augen verdrehen" /><!-- s:roll: -->

    Erst jetzt - etwa eineinhalb Jahre, nachdem der ÖLV hier ziemlich fragwürdig agierte, erfolgt nun erstmals eine Deklaration in der Öffentlichkeit. Man denke sich dazu, was man will .... Unter "mit gutem Beispiel vorangehen" verstehe ich jedenfalls etwas Anderes <!-- s:!: --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_exclaim.gif" alt=":!:" title="Ausruf" /><!-- s:!: -->
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