Für 2020 sind bisher nur drei WOLV-Cupläufe geplant

Offenbar wird langsam ein Grab für einen der traditionsreichsten Bewerbe in Österreich geschaufelt.
Seit 1979 bildet der Wiener OL-Cup (WOLV-Cup) den traditionellen Jahresauftakt. Praktisch alle OLer in Wien kamen über diese Cupläufe mit dem OL in Kontakt, er bildet eine gute Gelegenheit, vor den lokalen Meisterschaften und den AC-Cups Wettkampfkilometer zu sammeln.
Nachdem es in den letzten Jahren nicht mehr gelang, fünf Bewerbe im Frühling unterzubringen, haben für 2020 bisher überhaupt nur 3 Vereine einen Bewerb gemeldet. Ehemalige Großvereine wie OLG Ströck und Transdanubien sehen sich nicht mehr in der Lage, einen Wettbewerb im Wald zu organisieren.

Verständlich, denn die Hindernisse sind mehr geworden: die AC-Cups beginnen Ende März, viele Kaderathleten sind auf Trainingslagern und senken damit die Einnahmen der Veranstalter, teilweise kommen von den Förstern neue Hindernisse dazu. Wenn der WOLV allerdings aufhört, Wald-OLs anzubieten (2019: 4 Läufe im ganzen Jahr im Umfeld von Wien), dann werden nicht nur die Neulinge die Liebe zum Wald-OL nicht mehr entdecken, auch die vorhanden Läufer werden sich nicht weiterentwickeln können.

Es wird Zeit, die Kräfte zu bündeln und dem Wald-OL den Stellenwert zu geben, den er haben sollte. Mein Team hat im März bewiesen, dass man auch zu Sechst einen Lauf ohne Qualitätsverlust organisieren kann.


Kommentare

  • Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß in Wr. Neustadt ein Wintertour-Lauf grundsätzlich zu zweit organisiert wird. Maximal drei, wenn man Hilfe bei der Auswertung benötigt. Also an der Manpower sollte es nicht scheitern ;-)

    LG Schuarl

  • Bezogen auf Wald OLs in Wien und naher Umgebung: das Interesse ist sicher da. Ich glaube die Probleme liegen eher am fehlenden Know-how und dadurch einen Mangel an Leuten die sowas gerne Organisieren wollen und können. Erschwerend hinzu kommen rechtliche Probleme mit Grundstück Besitzern und größere Biosphärenreservate.
    Es gibt sicher Möglichkeiten zumindest dem ersten Punkt entgegen zu wirken.

  • Ja Vito, die Kenntnisse sind leider sehr ungleich verteilt. Es fehlen Kartenzeichner und Zeitnehmer an allen Ecken und Enden. Wir haben in Wien rund 20km2 alte Karten, aber nahezu überall Schwierigkeiten vom Förster die Erlaubnis zu bekommen. Und Startgelder von 6€ sind kaum ein Anreiz zu veranstalten. Glaube nicht, dass weniger Starter bei 10€ Startgeld kommen.

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