Ich kann es mir einfach nicht verkneifen - nachdem ich in der "Orientierung" ständig über österreichische Spitzen-Orientierungsläufer (zuletzt beim MTB-O Weltcup in Ungarn) lese, die wegen falsch gestempelter Posten disqualifiziert werden, und auch in persönlichen Gesprächen immer wieder davon erfahre - zu diesem Thema einen kurzen Kommentar abzugeben:
In meinen 26 Jahren (1984 - 2010) als Fuß-, Ski- und MTB-Orientierer wurde ich noch nie wegen einer falschen Postennummer disqualifiziert. Und dies liegt ganz einfach daran, daß ich grundsätzlich jede Postennummer kontrolliere - auch dann, wenn ich mir "150prozentig" sicher bin, beim richtigen Posten zu sein.
Daher ist es mir völlig unverständlich, daß gewisse (österreichische) Spitzenathlet(inn)en immer wieder genau deshalb disqualifizert werden. Denn die Kontrolle des Codes ist mit keinem zusätzlichen Zeitaufwand verbunden, wenn man sich diesen schon vorher (bei der Planung der Route zum Posten) einprägt. Dieser Vorgang läuft bei mir völlig automatisiert ab, ohne daß ich bewußt daran denken muß. Ich weiß also z.B. spätestens beim Posten 4 welchen Code Posten 5 hat (im Regelfall aber bereits vor Posten 4, da ich ja, sofern es geht, vorauslese). Bei Posten 5 muß ich dann nur noch einen kontrollierenden Blick machen - der aber sicher keinerlei Zeit kostet.
Diese sinnlose Hektik vieler Elitefahrer und -läufer, die fälschlicherweise glauben, durch Verzicht auf die Zahlenkontrolle ein paar Sekunden Zeit gewinnen zu können, ist völlig irrational, um nicht zu sagen infantil.

