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Und wie geht´s weiter

bearbeitet April 2013 in Diskussionsforum
Liebe Schul-OL-Gemeinde

Die Erfolge bei der ISF-WM in Portugal sind in der Dichte überraschend. Dazu Gratulation an die AthletenInnen und natürlich auch an die BetreuerInnen
vor Ort und auch vor alem zu Hause, wo die Basis für solche Erfolge gelegt wird!

Nun möchte ich aber folgende Frage zum OL im Schulsport stellen:

"Wie geht´s weiter - wie gelingt es uns diese Erfolge weiter zu entwickeln und was ist zu tun um nach 6-8 Jahren mit den derzeit erfolgreichen SchülerInnen
auch International vorne mit dabei zu sein"?

Auf viele interessante Beiträge freut sich

hgg

Kommentare

  • bearbeitet April 2013
    Nachdem die Hauptprotagonisten des erfolgreichen Schul-WM-Teams ja bereits im Jugendkader sind, bekommen Sie von dieser Seite her einmal sehr gute Unterstützung denke ich. Trainingslager wie z.B. vor der Schul-WM in Tschechien, wo ganz bewusst einige Trainingswettkämpfe so gestaltet wurden, dass sich die Jüngsten höchst erfolgreich mit unserer Elite und den Juniorinnen und Junioren messen konnten, ermöglichen den Jugendlichen auch schon sehr früh zu erkennen, wo die Richtung international hingeht. Und ganz wichtig - nach meiner Beobachtung - hat es auch Spaß gemacht. Und wer in Tschechien erlebt hat, welches Engagement trotz arktischer Temperaturen und nicht immer ganz optimaler Wärmeversorgung in den Quartieren ;-) gezeigt wurde, weiß, dass in jedem Fall die persönliche Einstellung stimmt.

    Wenn das alles Ansporn ist, auch abseits der großen Trainingslager - hoffentlich unterstützt durch die Vereine - weiter zu trainieren, dann werden wir sicher mit einigen als österreichische OL-Fans noch recht viel Freude haben in den nächsten Jahren.

    Wichtiger erscheint mir noch die Frage: Wie verbreitern wir diese Basis? Hier sind die jetzt so Erfolgreichen vermutlich die wichtigsten Botschafterinnen und Botschafter. Sie könnten am glaubwürdigsten in ihrer Altersgruppe und darunter noch mehr Mädels und Burschen zum OL bringen, von denen dann vielleicht wieder ein paar etwas mehr wollen, als nur einer spannenden und schönen Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Beispiele für Namen, bei denen dieses Programm in den letzten paar Jahren erfolgreich gelaufen ist, sind ja hinlänglich in der Szene bekannt denke ich, ansonsten einfach die österreichischen EYOC und JWOC-Bilanzen der letzten Jahre studieren… ;-)

    lg
    Florian


  • bearbeitet April 2013
    Zu diesem Thema ist vielleicht das ältere
    Interview mit Rolf Gemperle in der Orientierung 02/2011 (Seite 6f.)
    interessant.
    Zitat:

    Orientierung:
    Wo sollte man deiner Ansicht nach in Öster-
    reich ansetzen, um den Rückstand zur Schweiz
    (und auch anderen Nationen) zu reduzieren?
    Rolf Gemperle:
    In Österreich fehlt einfach die Basis der
    Pyramide. Ohne breite Basis gibt es zu
    wenig zukünftige Spitzenläufer. Der Ju-
    gendkader und auch die Teilnehmerzahlen
    bei den Jungen sind viel zu klein. Hier
    müsste deutlich mehr auf Regional- und
    Klubebene getan werden. Die ehemaligen
    Spitzenläufer könnten hier als Trainer und
    Vorbilder sicher einiges bewegen.

    Orientierung:
    Was hat das „scool“-Projekt in der Schweiz
    bisher für den OL gebracht?
    Rolf Gemperle:
    Es gibt durch scool zwar nicht übermä-
    ßig viele neue Läufer, aber das Bewusst-
    sein für OL ist dadurch in der Bevölkerung
    stark gestiegen. Auch das bringt den OL
    weiter, weil das Publikumsinteresse steigt.
    (Anm: "sCOOL" ist in der Schweiz der Bereich Schul-OL. Die Mehrsprachigkeit erlaubt nicht nur, die Abkürzungen für "course d'orientation" und "Orientierungslauf" zu "COOL" zusammenzusetzen, sondern auch noch mit dem "S" der Schweiz davor an das englische "school" zu verweisen - geradezu ein Geniestreich an Kreativität! In Österreich fehlt mit unserem etwas sperrigeren "Ö" leider die Möglichkeit dazu.)
  • Mich würde interessieren, wie groß die Durchlässigkeit von Schulcups zu den regionalen Cups (WOLV-Cup, NOLVCup, StOLV-Cup, ...) und zu den ACs wirklich ist. Was Wien betrifft, so habe ich den Eindruck, dass eine Durchlässigkeit vom ausgezeichnet organisierten Schulcup zu den regionalen und nationalen OL-Bewerben insofern verbessert werden kann, als meinem ungeprüften Eindruck nach bei den regionalen/nationalen OLs vorwiegend jene Schülerinnen und Schüler laufen, die bereits vorher OL-Berührung oder OL-Vereinskontakte hatten. Typischerweise stammen diese Schülerinnen und Schüler aus "OL-Familien", wo die Eltern bereits OL betrieben und OL in der Familie daher schon zuvor ein Thema war.

    Gerade OL bietet die Möglichkeiten zu familiär gemeinsam sinnvoll verbrachten Wochenenden!

    Schul-Cups sind schulisch als Schulveranstaltungen organisiert. Eltern und Familien sind dabei - schon aus Termingründen - wenig eingebunden. Eltern, denen OL so gut wie unbekannt ist, fehlt somit der eigene "Aha-" (oder besser "Oho-")Effekt, den man am ehesten dann erfährt, wenn man selber einen OL zum ersten Mal probiert.
    Eigentlich ist OL ganz besonders ein Familiensport!

    Die Frage: "Wie lässt sich die Basis verbreitern?" ist für mich verknüpft mit den Fragen:
    "Wie bewegt man auch Eltern dazu, selber einen kleinen OL zu versuchen?"
    "Was sind für Eltern, die schon ihre Kinder zu OLs begleiten, die Hürden dafür, dass sie OL nicht auch selber probieren?"

    Vielleicht könnte ein Anreiz sein, zusätzlich zu kommunizieren, dass man zum Einstieg auch OL als "Wandern mit Karte" absolvieren kann, wenn die läuferischen Grundlagen zB. wegen vorwiegend sitzender Bürotätigkeit oder dgl. nicht vorhanden sind.

    vG, Andreas
  • Schon in den 90ern hat der Schwedische Verband in einer Studie bestätigt, dass 15-18-Jährige in erster Linie wegen ihrer Freunde zum OL fahren. Deckte sich damals mit meinen Erfahrungen im Naturfreunde-Nachwuchs aus dem BG Wien 18.

    Ich fürchte, wir wissen in Wien noch immer nicht wirklich, wie das riesige Potential der Schulcups zum Wettkampfsport zu lotsen ist. Einige Vereine haben Glück, dass sich die Freunde der Vereinsläufer als talentiert herausstellen. Aber eine gezielte Überleitung aus Schulsport in den Vereinssport: Wieviele Vereine verfügen darüber? Oder anders gefragt: Welche Oler können sich unter der Woche hinstellen und 12-16-Jährige über ein ganzes Semenster begleiten, ihre Stärken und Schwächen analysieren, sie zu den Wettkämpfen kutschieren, die Eltern von der Notwendigkeit von Aktivitäten am Wochenede überzeugen, etc.....?

    Wäre ich nochmal 23, ich würde es wieder machen.
    lg, Michael
  • Liebe OL – Freunde!
    Schön, dass dieses Thema (in ähnlicher Form schon vor ein paar Wochen aktuell) offensichtlich „diskussionswürdig“ ist.
    Der Schulcup in Wien hat mittlerweile von der Teilnehmerzahl her eine Größenordnung erreicht, die weit über den regionalen Schnitt hinausgeht bzw. AC – Niveau erreicht hat.
    Der organisatorische Aufwand ist (zumindest in der Schulcup – Kernzeit) hart an der Schmerzgrenze bzw. darüber hinaus , wurde in den ersten Jahren hauptsächlich von einem Verein getragen, und hat sich zuletzt zu einer tollen Zusammenarbeit einiger Idealisten von verschiedenen Vereinen entwickelt (die teilweise Urlaubstage für die Mithilfe an den WK - Tagen nehmen!!).
    Diese Energie ist oft mit großen Entbehrungen für die Familie verbunden, für eine Tätigkeit im Verein bleiben für die Helfer somit kaum mehr Ressourcen.
    Von den hunderten bzw. schon tausenden Teilnehmern pro Saison in ganz Österreich bleiben ein paar Handvoll dem OL – Sport dauerhaft erhalten, das meistens auch nur dann, wenn man die Eltern für den Sport begeistern kann.
    Ein „positiver Teufelskreis“ ergibt sich für die Vereine, die ihr Hauptaugenmerk auf die Vereinstätigkeit legen, viele hochwertige Trainings anbieten (können), und somit attraktiver Magnet für Neuzugänge oder sogar für „Vereinswechsler“ sind. Die Folge sind noch mehr Mitglieder/Mitarbeiter/Helfer und eine Aufteilung der mühevollen Vereinsarbeit. Das gilt wahrscheinlich auch für andere Bundesländer.
    Die Rückmeldungen nach den Schulcup – Läufen sind in großem Maße positiv, Schüler, Lehrer, Eltern bestätigen das oftmals.
    Hier sehe ich (nach einem Gespräch in der Slowakei beim AC) einen möglichen Ansatzpunkt: ein (vereinsneutral agierender) Nachwuchs-OL-Spezialist könnte bei den diversen Schulcups in den Bundesländern im Ziel Werbung für den OL – Sport machen, ein Training in zeitlicher Nähe anbieten, und so die erste Euphorie möglicher Weise (aus)nützen. Meiner Ansicht nach wären hier auch die Landesverbände und der ÖFOL gefordert, die Vereine zu unterstützen und kompetente Leute dafür abzustellen (und auch entsprechend zu entlohnen), die solche weiterführenden Trainings für Schüler anbieten. Ebenso wichtig wäre die Einbindung der Eltern, um ihnen die Scheu vor dem großen unbekannten Sport zu nehmen (z. B. Familien – OL – Tag, Infofolder, o.Ä.).
    Um den dafür notwendigen finanziellen Mehraufwand zu bewältigen, könnte z. B. das massive Bemühen, die Namenslisten der Schulcups für den Verband zu nutzen, um eventuell Förderungen zu lukrieren, vorab für oben genannte oder andere Vorschläge zweckgebunden werden.
    Ein weiterer wichtiger Punkt sind m. A. nach die Nachwuchsbahnen bei regionalen bzw. nationalen Läufen:
    Oft gibt es tolle und altersgerechte Bahnen, manchmal hat man aber den Eindruck, dass das Hauptaugenmerk den „großen“ Bahnen gilt, die Nachwuchsbahnen ein lästiges Anhängsel sind; hier sollten die TDs besonders sorgfältig agieren; mit einer schlechten (=zu langen und/oder zu schwierigen) Bahn kann man Kindern (und Eltern!) den Sport für alle Zeiten vermiesen.
    Selbst wenn man das und vieles andere beachtet und versucht, werden nicht die großen Massen dem OL zuströmen (ist wahrscheinlich auch nicht erstrebenswert), aber um eine breitere Basis zu schaffen, glaube ich, dass - über die Vereine hinaus – für den Nachwuchs noch viel mehr geboten werden muss.
    Aber diese Diskussion ist schon ein erfreulicher Anfang!
    Lg, Thomas

  • Hi Alle!

    Und des wars? Einfach nur schade!! Trotzdem Danke an Thoimas und alle ander Beiträge
    Eine Frage, wo und wer sind die Landesreferenten Schul-OL in den jeweiligen Bundesländern?

    hgg
  • Eins möchte schon noch anmerken - des wars vielleicht an Diskussionen hier im Forum, aber es gibt viele die dieses Forum nicht lesen und trotzdem arbeiten.
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