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MTB-O WM Ungarn 2012: Sprint auf altbekannter Karte von 1998!

bearbeitet November 2012 in Diskussionsforum
Als ich gestern die neue "Orientierung" aufschlug und die Karte vom Sprint der MTB-O-WM 2012 in Ungarn sah, kam mir diese sofort bekannt vor. Eine Analyse in meinem Kartenarchiv bestätigte den Verdacht: Auf exakt derselben Karte habe ich bereits vier MTB-O-Wettkämpfe absolviert: Ungarische Meisterschaft 1998, Honvéd Kupa 1999 (zwei Läufe) und Ungarische Langstrecken-Meisterschaft 2002. Teilweise waren sogar die Postenstandorte ident mit dem WM-Lauf! Die - in dieser Beziehung offenbar völlig unkundige - Redakteurin erwähnt diesen Sachverhalt nicht einmal. Aus der Berichterstattung der "Orientierung" gewinnt man indirekt den Eindruck, daß es sich um ein ganz tolles, völlig neues Gebiet handelt...

Wie kann so etwas passieren? Ist es denn nicht vorgeschrieben, daß bei einer WM neue Gebiete verwendet werden müssen, damit kein Läufer/Fahrer einen unfairen Vorteil hat? Hier hat offenbar die Kontrolle der IOF, ihrer MTB-O-Kommission und somit auch Thomas Wieser völlig versagt.

Kommentare

  • bearbeitet November 2012
    servus martin,

    da auch ich an dem artikel mitgearbeitet hab fühl ich mich daher direkt von dir angesprochen. nachdem ich mich schon bei deiner leidigen quali debatte mühevoll rausgehalten hatte - zu deiner info, dank dir haben wir im mtbo-nationalteam sehr kurzfristig reagiert und die definition von transparenten qualifikationsrichtlinien für EM, WM und weltcupläufe für die beschickung ebendieser wettkämpfe beim nächsten kaderkurs am pretul beschlossen - muss ich jetzt meinen estragon senf zu deiner wirklich schlecht recherchierten aussage abgeben. wenn du sauber und vor allem so sorgfältig wie immer gesucht hättest dann wärs dir sofort wie schuppen von den augen gefallen, dass dort sogar noch im jahr 2009 (exakt am 25. und 26.04.2009 - hier der link zum öfol-bericht: http://www.oefol.at/news/2009/mtbo_veszprem.htm) zwei world ranking events stattfanden. übrigens, in keinem wort wurde im artikel erwähnt, dass das sprintgelände ein neues gebiet war. und schau, du hast zumindest diesen indirekten eindruck gewonnen, ich halt das gesamte rennen. ist zumindest ein anfang, oder? das zum ersten punkt.

    zum 2. punkt. keine ahnung was in der WO der iof steht - du verzeihst mir, aber das is mir echt wurscht - aber diese karten waren allen die bereits 2009 dort gestartet sind bekannt. das umschließt die nationalteams bspw. von CZE (silbermedaille), UKR, RUS (bronzemedaille), SUI (gold damen), AUT (gold herren), SVK, etc. um nur einige zu nennen. warum also genau dieses gebiet? martin, horch zu jetzt, ist streng vertraulich: bei einem gespräch mit einem organiser im rahmen eines fernsehinterviews erfuhr ich flüsternd dann ein überraschendes detail: der plan war - und aus diesem grund wurden auch alle pre-wm sprint rennen in ungarn zuvor in urbanem gebiet (sprich kasernen- oder siedlungsgelände wie z.b. beim weltcup 2011) ausgetragen - den sprint in eben so einem gelände durchzuführen. die karte sowie die bahnen waren alle bereits fix und fertig und eigentlich gabs kein problem als plötzlich die armee als eigentümer des ursprünglich geplanten areals massiv in die vorbereitungen eingriff: neue verpflichtende absperrungen hier, kein durchgang da, aber hier schon jedoch nur mit ausflaggung, neues sperrgebiet hier, usw. das kraut fett machte aber dann, dass sie den zuvor vereinbarten preis für die geländebenutzung extremst erhöhten was dann die veranstalter dazu zwang, ein adäquates ausweichgebiet zu finden. nachdem das dann verwendete sprintgebiet im bulletin bereits im vorfeld und vor allem rechtzeitig vorsichtshalber als sperrgebiet ausgewiesen wurde (siehe http://www.mtbo.hu/mtbwoc2012.php/embargo) stand diesem ortswechsel nichts im weg. ein kleiner kartenausschnitt von 2009 inkl. beschreibung findet sich ebenfalls auf dieser webseite.

    sodala. weißt du, ich persönlich bin von dir hin- und hergerissen. wenn ich dich bei den rennen treffe dann erscheinst du mir einigermaßen vernünftig und zumindest mit dem notwendigen mindestmaß an hausverstand gesegnet. aber dann lese ich kurz darauf artikel wie jenen vom 8. slo/cro cup wo du verwundert und sogar enttäuscht bist dass wir vom nationalteam nicht starten. so eine aussage ist reine polemik. in kamles und bad traunstein, immerhin staatsmeisterschaften und tschech. cup in bestbesetzung warst du nicht am start. ich persönlich war verwundert und enttäuscht dass du nicht dabei warst. und komm jetzt nicht mit materialproblemen, arbeit, familie oder krankheit - damit kämpfen wir alle. ein beisser wie du es bist lässt sich von derlei völlig nebensächlichen kinkerlitzchen nicht abhalten und scheut keinen vergleich mit potentiellen staffelpartnern bei em, wm oder weltcup.
  • bearbeitet November 2012
    Ergänzenderweise möchte ich noch anmerken, dass ich bereits im Jahre 1975 ebenfalls dort beim "Öth Sör" Gedenklauf 12. in der H14 B geworden bin - Karte war im Maßstab 1:20000, dreifärbig, Nachher hat es sicher noch den einen oder anderen Lauf dort gegeben.Auch über diese Karte hattest Du in Deinem Bericht, lieber Tobias, nichts geschrieben, also mangelhaft recherchiert.
  • Na geh Fürni, was is los? Bist jetzt schmähstad?
  • bearbeitet November 2012
    Nein, aber ich habe dem kaum etwas hinzuzufügen. Das mit den WREs 2009 hatte ich bereits vermutet. Für eine Recherche fehlte mir aber die Motivation. Das macht die Sache natürlich noch schlimmer. Ein "ausgefahrenes" Gebiet kann nicht WM-würdig sein - auch wenn es noch so toll ist. Es fehlt einfach der "Überraschungs-Effekt".

    Meine Abwesenheit im Waldviertel war zweifelsohne "selbstverschuldet", da ich zu dieser Zeit meine Freizeit-Prioritäten auf Alpinismus gerichtet hatte.

    Die Aussage über meine Enttäuschung, daß ich in Slowenien der einzige Österreicher war, war keinesfalls polemisch gemeint. Denn allein die Grenznähe und das interessante Gelände rechtfertigten eine Teilnahme - unabhängig vom formalen Status des Wettkampfes.

    Ich hoffe nur, daß diese "transparenten Qualifikationsrichtlinien" auch veröffentlicht werden - am besten auf der ÖFOL-Website an prominenter Stelle.
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