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Ist ein Uncrossable stream erlaubt zu überqueren?

Ist es erlaubt, diesen "Bach" zu überqueren?

304 Uncrossable river
An uncrossable river or canal is drawn with black bank lines. The bank lines are broken at a ford.


Kommentare

  • bearbeitet August 2016
    Kommt darauf an in welchem Land und was für ein Wettkampf es ist.  :)

    Mein Verständnis zur diesbezüglichen Diskussion:

    In der ISOM als "uncrossable" ("unpassierbar") bezeichnete Merkmale sind dort - mit einer Ausnahme - nicht explizit als "forbidden" ("verboten") angeführt. Ebenso findet sich in den Regeln der IOF hierzu kein explizites Verbot. Ohne weitere Festlegungen ist also das Überqueren erlaubt (siehe WOC Langdistanz Posten 1-2 bei Damen wie Herren).

    Manche Länder gehen aber in ihren nationalen Regeln weiter und verbieten das Queren solcher Objekte. In der ÖFOL-Wettlaufordnung ist bspw. festgehalten (II.2.4.2 Verbotene Gebiete):

    Der Läufer darf folgende Gebiete nicht betreten bzw. nicht überqueren:

    /.../

    alle auf der Wettkampfkarte als unpassierbar dargestellten Objekte wie Zäune, Mauern, Felsen, Flüsse, Seen, etc

    /.../

    In Österreich ist bei Wettkämpfen nach ÖFOL-WO das Queren eines solchen Baches / Flusses (außer bei einer gekennzeichneten Furt) also nicht erlaubt. In anderen Ländern spricht von den Regeln her nichts dagegen (ob's gescheit ist, einen solchen "Bach" zu queren zu versuchen, ist eine andere Frage). 

    Interessant wird's bei der Durchführung eines internationalen Wettkampfes (dazu gehören auch WREs) in Österreich. Genau genommen zieht da - in den WRE-Kategorien! - wiederum das IOF-Regelwerk, also ist das Queren dann nicht verboten ... Abstimmung mit dem WRE-TD und genaue Festlegung in der Laufinformation empfohlen.

    Etwas anderes sind natürlich grundsätzlich Sprint-Wettkämpfe, wo bereits in der Kartennorm (ISSOM) "unpassierbar" = "verboten". Möglicherweise kommt so etwas auch in Zukunft in der derzeit in Arbeit befindlichen Neufassung der ISOM.

    Ein guter Artikel zu dieser Thematik: http://www.barebones.ca/Forbidden features 2010-01-21.pdf

    LG

    Erik

  • Wie sieht es mit dem Durchschwimmen von Flüssen aus?
    Im Interview wurde Thierry Georgiou (möglicherweise übersetzt?) wiedergegeben, dass er bei der Langdistanz auf Strecke P1-P2 einen Fluss durchschwimmen musste.
  • Wenn du dir die Karte von der Langdistanz anschaust, siehst du kurz nach dem 1. Posten eine Unterbrechung der schwarzen "Umrandungslinien" des angesprochenen Flusses.
    Ein Gewässer auf der OL Karte gilt nur dann als "unpassierpar" wenn dieses schwarz umrandet ist.
    Auf einer ISOM Karte sind "passierbare" Gewässer ohne Umrandungslinie dargestellt, auf einer ISSOM Karte werden solche Flächen mit einer blauen Linie umrandet.

    Karte: http://news.worldofo.com/wp-content/uploads/2016/08/map2.png

  • bearbeitet August 2016
    @Andreas, Tobias

    International (also wenn das IOF-Regelwerk zur Anwendung gelangt) gibt es, wie Erik schon erwähnt hat, nur ein sehr eingeschränktes Anwendungsgebiet von verbotenen Gebieten/Passagen, nämlich nur 4 Fälle (siehe den Link von Erik für mehr Info). "Unpassierbar" zählt nicht dazu. Entscheidend dabei: unpassierbar=verboten gilt nur bei nationalen (strengeren) Regeln, wie z.B. in Ö, nicht aber bei IOF Bewerben. 
    m.M.n. sind die Aussparungen auf der WM-Karte zw. P1 und P2 "einfachere" (Böschung, Vegetation eben dort, Wassertiefe, Untergrund...) den Fluss zu überquerende Stellen.
  • Darf ich ganz bescheiden anmerken, dass wir OLer uns mit solchen und anderen Spitzfindigkeiten das Publikum vergraulen. Ich glaube nicht, dass der DurchschnittsOLer sich überlegt ob unpassierbar gleich/ungleich verboten ist.

    Manchmal würde es reichen, lediglich Zaunüberquerer zu identifizieren.
  • Ich wollte auf einen anderen Aspekt hinaus:
    Bisher hieß es meiner Erinnerung nach, dass das Durchschwimmen von Gewässern verboten wäre. Ein Durchqueren muss zu Fuß erfolgen.

    Mir geht es dabei nicht um die Darstellung in der Karte, sondern um die Art der Fortbewegung (See kraulend durchschwimmen statt umlaufen, vielleicht wagt sich jemand sogar durch einen schwimmenden Sumpf,...).
  • bearbeitet August 2016
    da war doch einmal etwas bei einer kärntner staffel ... war aber ob der gegebenen kräfteverhältnisse natürlich nicht wettkampfentscheidend :D

    also, die frage, ob unpassierbar auch verboten heißt (und eine nachgewiesene querung ggf. eine disq. nach sich zieht), ist zumindest auch aus zweierlei gründen relevant:

    - zum einen hat es auswirkungen auf die routenwahl. wenn es erlaubt ist, unpassierbares zu queren, kann man als versierter kletterer/schwimmer/flughörnchen ja immer noch das risiko eingehen, auf das objekt zulaufen und "irgend einen weg finden". wenn es aber verboten ist, muss ich gleich eine andere route wählen, unabhängig von meinen individuellen fähigkeiten.
    - zweitens, und nicht unerheblich, ist das eine haftungsfrage. wenn sich jemand bei einer unpassierbaren felswand verletzt, macht es vermutlich einen unterschied, ob der versuch der querung nur eine einschätzung des kartenzeichners missachtete oder aber einem verbot zuwiderhandelte.

    das ganze war freilich auch schon wiederholt brisantes thema bei zäunen, die als unpassierbar eingezeichnet waren und dann doch überklettert oder gar übersprungen wurden (oder umgerannt!), mit den logischen konsequenzen hinsichtlich grundeigentümern und späteren veranstaltungsgenehmigungen.

    zuletzt: ich weiß nicht, ob ich tobias valsch ferstehe, aber die darstellung eines flusses kann man ja gar nicht umranden. wo die dicke linie gezogen ist, gilt: kein durchqueren möglich (in AUT: kein queren erlaubt); wo eine solche linie fehlt, kann/darf gequert werden ... wenn die verhältnisse und fähigkeiten des/der athletin es erlauben.

    neben unpassierbaren zäunen, gewässern und felswänden fallen mir übrigens auch noch andere objekte ein, für deren querung es historische beispiele in AUT gibt: eisenbahntunnels und autobahnen (STVO zieht dann vor), bestellte äcker und privatgärten (vgl. 528 und 528.1, fehlt mir übrigens in der übersicht, auf die erik verlinkt); und, natürlich: kahlschläge und aufforstungen.

    ich halte die ÖFOL-lösung für vernünftig und umsetzbar: dass objekte, die als unpassierbar eingezeichnet sind, auch nicht gequert werden dürfen.
    die unterschiede zum IOF reglement oder anderen nationalen regelwerken, die sich daraus ergeben, betreffen dann nur versiertere läuferInnen. diese sollten damit umgehen können.

    this is just ah, ... my opinion, man.
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