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2. Lauf zum MTB-O Austria Cup 2015, Großmittel - der ehrliche Weg zum Start

(Fortsetzung von Ski-OL Turracher Höhe)

Es ist wirklich ernüchternd, daß ein geschätztes Viertel der Wettkämpfer am Weg zum Start nicht der markierten Strecke parallel NEBEN der vielbefahrenen Landesstraße gefolgt ist, sondern AUF der Straße gefahren ist. Dies war laut Läuferinformation explizit verboten. Zweifelsohne war man so wesentlich schneller und mit viel weniger Kraftaufwand am Start. Aber das Verbot war sinnvoll, im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Meines Wissens nach ist kein einziger der Delinquenten - darunter auch ein Senioren-Weltmeister - disqualifiziert worden. Dies hätte aber passieren müssen! Aus Fairness den ehrlichen Wettkämpfern gegenüber, und als Abschreckung für die Zukunft!

Kommentare

  • Hallo Martin!

    Wie schon auf der Turrach diskutiert - einen offiziellen Protest (deines Vereins) beim ÖFOL gegen die sich nicht korrekt verhaltenden Teilnehmer einbringen - erwarten was passiert und - gegenbenfalls auch die Kommission MTBO verantwortlich
    als "Referent" übernehmen!

    hgg

  • Hallo
    Es hätte auch ein Hinweis an den Veranstalter genügt, der wäre sicher eingeschritten. Dazu ist es jetzt zu spät.
    lge

  • unglücklicher Weise gibt es viele Sichtweisen der Fairness, die auch mit dem zunehmenden Lebensalter Veränderungen unterworfen sind....

  • bearbeitet April 2015

    ... wo kein Kläger da kein Richter, sagt ein altes Sprichwort. Hätti-wari Mentalität hilft halt nicht. Wenn eine Regelwidrigkeit erkannt wird sollte (muß) aufgezeigt werden. Siehe Protest vor ein paar Jahren bei der Ö-Mannschaft in Ried. Eine Läuferin hat verbotenerweise die Strasse benutzt. Es wurde ein Protest eingebracht dem stattgegeben wurde und die Mannschft wurde disqualifiziert. So einfach ist das.

  • bearbeitet April 2015

    Im vorliegenden Fall hätte man Massen-Disqualifikationen vornehmen müssen. Und das hat sich der durchführende Verein offenbar nicht getraut. Der Organisator hat den von mir geschilderten Regelverstoß sehr wohl mitbekommen, aber außer ein bißchen wild mit den Armen aus dem Auto heraus zu fuchteln hat ein hoher, mit seinem Kraftfahrzeug vorbeifahrender Funktionär nichts gemacht. Erwähnt werden sollte auch noch der "Lemming-Effekt" - einer fährt vor, viele fahren nach...

  • Ja grundsätzlich hast Du recht. Das dürfte nach einiger Zeit aus den Rudern gelaufen sein, als einzelne angefangen haben, zumindest Teile der Straße zum Aufwärmen zu benutzen oder Richtung Start zu fahren. Am Anfang hat das noch gepasst.
    Die organisatiorischen Kapazitäten waren jedoch gebunden auf Start, Ziel und Posten im Gelände. Es hätte wohl auch dort jemand stehen müssen um das alles fair zu kontrollieren. Für meinen Fall habe ich es als wichtiger gefunden, zu einem wichtigen Punkt beim Kartenwechsel zu fahren. Dort ist jemand ausgefallen und ich habe dort ausgeholfen. Hätte jemand im Wettkampf die Straße benützt hätte es kein Pardon gegeben.
    Es soll sich jeder an der Nase nehmen, der hier nicht korrekt zum Start gefahren ist. Natürlich sagt dann jeder "ich habe die Läuferinfo nicht so genau gelesen" Aber das gehört zur PFLICHT jedes einzelnen Läufers diesen Zettel genau vor dem Start durchzulesen. Aus organisatorischer Sicht war es wichtig, den Weg zum Start so zu regeln. Wäre etwas passiert, brauchen wir uns von Veranstalterseite nachher keinen Vorwurf machen.
    Ja es ist ein wichtiger Punkt!

  • Peter: Zu Deinem Statement gibt es nur ein klares "Jein".
    Siehe aktuelle ÖFOL-WLO (Stand Jan 2015) Punkte III.6.2(4), III.8.2 und III.10.

    Ich nehme aus der Diskussion insbesondere mit, dass veranstalterseitig mit mehr Personal geplant werden sollte, um die regelkonforme Einhaltung des Wegs zum Start zu gewährleisten. Im worst case stünde nämlich unser Natur-Sport mit Schlagzeile "Verkehrsunfall mit Personenschaden" in den Medien - das will sicher niemand.

  • bearbeitet Mai 2015

    Es ist schade, dass wir hier diese Diskussion führen müssen. Im Prinzip waren die letzten MTBO Wettkämpfe sowohl am Samstag als auch am Sonntag bestens organisiert, ohne irgendwelche Reklamationen, mit toller Stimmung und insgesamt eine ausgezeichnete Werbung für unsere Sportart (inkl. TV-Beitrag). Es gab kaum einen, den es nicht gefallen hat. Natürlich ist das alles uninteressant für ein Forum sondern irgendwo muss natürlich ein Haar in der Suppe gefunden werden, das breitgetreten werden kann. Wenn ich den Weg zum Start mit mehreren Leuten "bewachen" soll, dann würde ich vor dem Wettkampf auch Leute brauchen, die kontrollieren ob das Trainingsverbot eingehalten wird (jeweils mit 24 h Dienst) und dann würde ich erst recht im Wettkampfgebiet noch mehr Leute brauchen, die kontrollieren ob Sperrgebiete durchfahren werden und dann würde ich im Ziel noch einige Leute brauchen die aufpassen, dass Informationen von Wettkämpfern die bereits im Ziel sind nicht weitergegeben werden und dann brauche ich bei jedem der sich aufwärmt noch jemanden, der aufpasst, dass er das dafür vorgesehene Gebiet nicht verlässt usw. - und der Wettkämpfer selbst hat keine Verantwortung für Fairness und Sicherheit? Es wären doch alles erwachsene Menschen mit Vorbildwirkung für unsere Jugend, die nicht für alles einen Aufpasser brauchen sollten.
    Lassen wir es dabei - ich kann aber gut verstehen, dass sich manche ehrliche Wettkämpfer daneben am Rumpelpfad etwas blöd vorgekommen sind, wenn einige wenige unmittelbar daneben den schnellen Asphalt benutzt haben. Das sollte so auf jeden Fall nicht mehr vorkommen!! Das hängt aber nicht von den Veranstaltern ab, sondern von den Wettkämpfern selbst. Und wird einmal härter durchgegriffen, dann gibt es das große Jammern und die Schuld liegt beim Veranstalter und keiner hat etwas davon gewusst.

  • bearbeitet Mai 2015

    Es ist schade, dass wir hier diese Diskussion führen müssen.

    Es ist schade, aber die Diskussion kann Bewusstsein schaffen.

    Das hängt aber nicht von den Veranstaltern ab, sondern von den Wettkämpfern selbst.

    Das hängt auch von den Veranstaltern ab. Nämlich: Den Weg zum Start entweder so zu konzipieren, dass es sinnlos ist, ihn nicht einzuhalten. Oder kritische Stellen eben zu überwachen. Wenn die Wettkämpfer zu dieser Selbstverantwortung bzgl. Fairness nicht fähig sind, dann muss man eben anders reagieren.

    Ich trenne zwei Bereiche.
    Der eine ist "Fairness im OL", der praktisch nur uns OLer betrifft. Gewissermaßen "OL-intern". Die meisten der von Dir angeführten Punkte werden in WREs durch eine Quarantäne gewährleistet. Bei WOCs "überwacht" auch das GPS die einzelnen Wettkämpfer. --> Thema im Wesentlichen erledigt.

    Als brisant sehe ich eher den zweiten Bereich, der nicht nur uns OLer betrifft, aber bei Missachtung leider unserer Sportart insgesamt schaden könnte.
    Dazu gehört im Sinn von Risikoszenarien alles im Zusammenhang mit Behörden (inklusive Straßenverkehrsordnung), Eigentümern oder Presse. In diesem Bereich muss - finde ich - durchgegriffen werden. Schon alleine deswegen, um auch gegenüber den potenziellen Betroffenen mit der Stärke des rigorosen Durchgreifens bei Regelverstoß argumentieren zu können.
    Wir haben die Regeln. Sie existieren. Und wenn sie eingehalten werden, dann bleibt es nur in der Theorie bei "potenziell" Betroffenen, aber durch Regeleinhaltung und Vorsorge gibt es erst gar keine Betroffenen.

    Und wird einmal härter durchgegriffen, dann gibt es das große Jammern und die Schuld liegt beim Veranstalter und keiner hat etwas davon gewusst.

    Hier gebe ich Dir Recht: So ein Verhalten hängt praktisch nur von den Wettkämpfern ab. :-)

    Um auf den gelungenen ORF-MTBO-Beitrag anzuspielen: Leider hat nicht jeder die Stärke, im Wald ganz mit sich alleine sich ein bisschen auszuweinen. :-) Es gibt leider auch schwächere Persönlichkeiten, die sich am Veranstalter abreagieren müssen, wenn dieser auf Regeleinhaltung drängt. Das lässt sich nicht abstellen - ich fürchte, das gehört bei jeder Sportart "zum Geschäft".
    Mir persönlich sind jene Wettkämpfer lieber, die sich im Wald ausweinen anstatt bei Regeleinhaltung gegenüber dem Veranstalter. :-)

    In diesem Sinne: Auf zum großen stillen Geheule im Wald! Machen wir den Wölfen in den nordischen Ländern Konkurrenz! :-D
    Und lassen wir die Veranstalter in Frieden, wenn sie nur auf Einhaltung der Regeln drängen.
    (Die Regeln stehen auf der ÖFOL-homepage, auch in kurzer Erläuterungsform.)

  • Wie kannst Du vorher wissen ob Wettkämpfer fähig sind eine klar beschriebene und markierte Route zu befolgen oder nicht? Den Weg so zu legen dass man die Strasse nicht benutzen musste machte Sinn. Er war etwas langsamer aber man hatte damit keinerlei Umweg. Es gab keine Option das anders zu machen außer die Strasse zu erlauben was auch keiner wollte. Ehrlich - hätte vorher nie damit gerechnet, dass das ein Thema sein könnte! Der Focus lag daher auf Kontrolle aller Wettkampfaktivitäten und nicht am Weg zum Start wo normal das Wichtigste ist dass er ordentlich beschrieben und markiert ist. Nachher ist natürlich immer leichter reden - das wars jetzt von mir dazu

  • Die beiden MTB Läufe haben mir gut gefallen, und als Teilnehmer finde ich, dass sie bestens organisiert waren.

    Die Zufahrt zum Start am Sonntag war klar markiert. Für alle, die sehen können, waren die typische Fähnchen eindeutig ;-)

    Meines Erachtens haben diejenigen, die die Straße benutzt haben, sich unnötig in Gefahr gebracht, und auch eine geeignete Aufwärmstrecke verpasst. Auf dem Stück konnte man sich bestens auf die rumpeligen Wiesen einstellen, die uns beim Wettkampf erwartet haben. So lang und so anstrengend waren die knapp 2km nicht, dass man da Kräfte für den Wettkampf verliert. Erfolgreiche Sportler wärmen sich auf. Somit haben diejenigen, die die Straße benutzt haben, sich selbst um einen Vorteil gebracht.

    Zu mehr Aufsicht: Brauchen wir mehr Polizisten, damit wir die StVO einhalten? Brauchen wir mehr Schwarzkappler, damit wir einen Fahrschein zwicken?

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