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Nur noch eine Ausgabe der Orientierung pro Jahr?

bearbeitet Jänner 2015 in Diskussionsforum
Aufgrund verschiedener Umstände besteht der Plan, die Orientierung auf EINE Jahresausgabe zu reduzieren und die internetberichterstattung zu intensivieren. Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Dass ich das als Rückschritt empfinde, dürfte bekannt sein.

Kommentare

  • bearbeitet Jänner 2015
    Lieber Michael!

    Besser dazu die Hintergründe bekannt geben bzw. die Vorstandssitzung am kommenden Dienstag (27.1.) abwarten, wo dies ein Thema sein wird.

    Hintergrund in Kürze:

    Die Förderungen seitens des Bundes betragen für den ÖFOL für das Jahr 2015 ca. 10% weniger als im Jahr 2014. In Zahlen: € 369.410,00 gegenüber € 412.000,00 (ohne Medienförderung - für ORF-Beiträge - in Höhe von € 6.600,00). Die öffentlichen Förderungen betragen ca. 90% aller Einnahmen des ÖFOL, Gesamtbudgetsumme 2014 rund € 465.000,00. Die Mitgliedsbeiträge (Vereine & Einzelpersonen) machen von den Einnahmen ca. € 32.000,00 aus.

    Dazu wurde in der Förderung, die weitgehend zweckgebunden ist, einiges umgestellt. So erhalten wir für die sogenannte "Infrastruktur Verbandsmanagement", unter der eine Verbandszeitung abrechenbar ist, statt 2014 € 50.000,00 für 2015 nur mehr € 15.000,00 - (!), davon sind unter anderem Bürokosten (Miete, Büromaterial, Telefon, Internet, ...), Versicherungen, IOF-Mitgliedsbeitrag (alleine schon € 4.690,00), BSO-Mitgliedsbeitrag und interne Sitzungen (hauptsächlich Reisespesen) zu zahlen. Diese Dinge alleine kosten deutlich mehr als die genannten € 15.000,00, wir müssen dafür also auch "eigenes Geld" aufwenden.

    Auch in anderen Bereichen (Beschickungen, Trainingsmaßnahmen, Schulsport (!), Fun-OL, Veranstaltungssubventionen, WRE-Gebühren, Aus- und Fortbildungen (inkl. TD-Seminar), tw. TDs und Kartenkontrolle) müssen wir auf solches "eigenes Geld" zurückgreifen.

    Im Moment stehen wir im Entwurf des Budgets für 2015, der noch im Vorstand zu diskutieren, anzupassen und zu beschließen ist, bei einem Minus von knapp € 20.000,00 – dies unter Berücksichtigung einer (Jahres-)Ausgabe der Orientierung.

    Eine Ausgabe der Orientierung kostet grob € 5.000,00 – Redaktion, Layout, Druck, Versand.

    Ein kleines Gedankenspiel: Wenn wir den jährlichen Mitgliedsbeitrag für alle Mitglieder um im Schnitt € 5,00 erhöhen, können wir genau eine weitere Ausgabe im Jahr finanzieren.

    Anzeigenverkauf in der Orientierung. Viel Glück. Auflage im Schnitt 1.500 Stück.

    Der ÖFOL sitzt auch nicht auf Unmengen von Reserven, sodass er locker alles aus Rücklagen (dzt. ca. € 100.000,00) finanzieren könnte.

    Ich bin selbst ganz und gar nicht glücklich damit, dass es nur eine Ausgabe im Jahr geben soll. Mein Herz tut weh bei dem Gedanken. Noch dazu gibt es eine qualifizierte Person, die die Redaktion übernehmen würde. Ich muss mich aber der Realität stellen, die da heißt: Nicht vernünftig finanzierbar, nicht im Rahmen des Gesamtbudgets wie es sich derzeit darstellt.

    Aber das ist eben auch im Vorstand zu diskutieren, Stimmungsmache im Forum bringt da im Moment wenig.

    Liebe Grüße

    Erik
  • Sorry Erik,
    Stimmungsmache ist nicht mein Ding, aber ich weiß immer gern, was die Leute wollen, für die ich arbeite. Kann ja sein, dass der Orientierung nicht nachgeweint wird. Dann ist eben Zeit für eine Internetzeitung.
  • bearbeitet Jänner 2015
    Als ehemalige Chefredakteurin der Orientierung - übrigens ebenso wie Michael Grill - fühle ich mich veranlasst, auch meinen "Senf" zum Thema zu geben.

    Natürlich fände auch ich es schade, wenn die Orientierung noch stärker reduziert wird (als ich es ohnehin im letzten Jahr schon selbst - natürlich in Absprache mit dem Vorstand - tat). Da ich ja vorrangig über alle internationalen Beschickungen sowie Austria-Cup-Wochenenden zu berichten hatte und auch noch einige zusätzliche informative Artikel untergebracht werden sollten, wurde es für mich 2014 schon mit den letztendlich insgesamt 78 Seiten schon sehr knapp mit dem Platz. (Ich bekam sogar eine Leser-Rüge, weil so gut wie gar nichts mehr über regionale Wettkämpfe - die aber ohnehin nicht ÖFOL-, sondern Landesverbandssache sind - drinnen stand.) Darunter wäre es wohl nicht mehr die Orientierung, d.h. ein Magazin über OL, wo es noch mehr als "nur" Berichte gibt.

    Allerdings hatte ich - aus Kostengründen und dem Internetzeitalter angepasst - selbst bereits im Sommer 2013 dem Vorstand den Vorschlag gemacht, die Orientierung - finanziell gesehen zugunsten der Kaderaktivitäten (um die in Jahressumme recht hohen Selbstbehalte der Athleten zu reduzieren) - einzustellen und anstelle dessen entweder ein ausdruckbares Internetmagazin (Ersparnis der Druckkosten, Redaktion und Satz sollten dabei weiter [semi-]professionell erfolgen) oder aber sorgfältig geplante, gute und ausführliche Homepage-Berichte zu machen.
    (Exkurs) Dazu müsste natürlich die Homepage unbedingt wirklich redaktionell organisiert und betreut werden, d.h. es sollte nicht mehr oder weniger dem Zufall überlassen werden, was kommt und was nicht, wie es aktuell der Fall ist. Die Homepage sollte auch nicht nur eine weitere "Zusatz-Aufgabe" für den Präsidenten sein. Auch teuer bezahlte Sekretariatszeit sollte nicht dazu verwendet werden, sonst werden nur Kosten verschoben und wenig bis nichts eingespart!
    Beide angeführten Varianten sind in der heutigen Zeit, wo so ziemlich alles übers Internet geht, eine durchaus übliche Vorgangsweise von Vereinen, Verbänden, Firmen etc. ABER - und das ist auch wichtig: Die ÖFOL-Mitgliederversammlung hat Ende 2013 beschlossen, dass die Orientierung in der aktuellen Form (als regelmäßig erscheinendes gedrucktes Magazin) beibehalten werden soll! Damit wurde mein Vorschlag ohnehin obsolet.

    Und noch ein wichtiger Punkt, der vermutlich schon bei vielen in Vergessenheit geraten ist:
    Während der Amtszeit von Thomas Hlosta als ÖFOL-Präsident wurde der Mitgliedsbeitrag (fast) um den Abo-Preis der Orientierung erhöht, seither bekommen automatisch ALLE ÖFOL-Mitglieder die Orientierung. Wenn diese "konkrete Gegenleistung" entfällt, dann müsste der Beitrag eigentlich wieder entsprechend reduziert werden ...

    Prinzipiell könnte ich mir recht gut vorstellen, dass es statt der Orientierung in der bisherigen Form (3 - 4 mal jährlich) - neben den laufenden Internetberichten - eine Art "Jahrbuch" (eben als Heft und nicht als Buch) des ÖFOL gibt. Mit 32 Seiten ist es dabei aber ganz sicher nicht getan, wenn das Ergebnis auch sinnvoll sein soll. Es würden dabei höchstwahrscheinlich Dinge wie Wettkampfvorschau und Kurzmeldungen wegfallen, also schätze ich, dass 64 Seiten machbar wären. (Anmerkung: 16 Seiten bzw. ein Vielfaches davon sind eine kostengünstige Einheit für den Druck; deshalb 64.) - Allerdings widerspricht auch dieser Vorschlag den Vorgaben der Mitgliederversammlung 2013! Das ist dann ja nicht mehr das "Magazin Orientierung", sondern etwas Anderes, nämlich ein "Jahresbericht" zum Herzeigen. - Resümee: Ohne neuen Beschluss der Mitgliederversammlung (die nächste findet Ende 2015 statt) darf eigentlich keine wesentliche Änderung erfolgen ... Kreativität ist also gefragt, wie man Kosten sparen kann!

    So, nun habt ihr alle ein paar Punkte mehr zum Nachdenken und Diskutieren ... ;-)
  • Zwar nur bedingt diesem Thema zuzuordnen, aber dennoch ein Teilaspekt in der gesamten Betrachtung:

    wo kann man als einfaches Mitglied die Bilanz (oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) einsehen? Ist diese wo abrufbar? Bzw. wie erstellt der ÖFOL eine solche Abrechnung?

    465.000 Euro sind viel und wenig zugleich - kommt immer auf den Betrachtungswinkel an ;-)

    Danke für weiter führende Informationen.
    lg,
    Pierre
  • Zur "Orientierung": Hier muss man verschiedene Sichten betrachten.
    "Emotional" hätte auch ich gerne regelmäßig eine gedruckte Zeitschrift (ich mag es ganz einfach in gedruckten Zeitschriften zu blättern).
    "Betriebswirtschaftlich" ist die Sache leider klar, das weiß ich aus eigenen Erfahrungen. Druck / Versand kombiniert mit kleiner Auflage führt zu einem relativ hohem Kostenblock, der leicht einzusparen ist.
    Ein weiterer Aspekt ist aber "Marketing", und da kommt man aktuellen Informationen via neuen Medien nicht vorbei. Ich versuche seit dem ich dabei bin Bekannte und Kollegen für unsere Sportart zu begeistern. Nicht selten ist die Antwort "klingt interessant, schick mir einen Link"....
    Jetzt da es uns gelungen ist im Fernsehen präsenter zu sein müssen aus meiner Sicht die Internet Aktivitäten nachziehen.

    Eine Variante wäre also eine downloadbare (und selbst ausdruckbare) PDF "Orientierung News" Datei mehrfach im Jahr, terminlich gekoppelt mit den aktuellen Events (ACs, etc.). Einmal im Jahr ein gedrucktes Jahrbuch als Jahresabschluss halte ich für eine gute Idee - aber nicht gratis, die Druck und Versandkosten sollen nicht auf das normale Budget gehen.

    Zum Budget allgemein:
    1) Die Förderung des Staates wird sicher nicht höher werden in den nächsten Jahren
    2) Der Spitzensport soll weiter gefördert werden , jetzt wo die Erfolgskurve nach oben zeigt
    3) Der Breitensport für Alle soll noch bekannter werden
    4) ....

    Da wird es weder ohne neue Geldquellen noch ohne Steigerung des Mitgliedsbeitrages gehen (vielleicht neue gestaffelte Modelle ?)
    Und: Man wird - auch wenn es unangenehm und nicht lustig ist - bestehende Kostenblöcke konsequent hinterfragen müssen.
    Das weiß Erik aber sicher selbst :-)

    Unser Sport ist in einer Vollkostenbetrachtung sicher nicht der Billigste, aber wenn man in die Waagschale wirft, was er einem Alles "zurückgibt" sind sicher auch höhere Beiträge vertretbar - kombiniert mit anderen Maßnahmen natürlich.

    lg Markus
  • Hallo Pierre

    Auf deine Frage wegen dem Budget bzw. Ein / Ausgaben des ÖFOL

    Es gibt wie es im Vereinsgesetz steht einen Kassier der diese Finanzgebarung durchführt: --> Fritz Fruhwirt mit Hilfe von Huber Nathalie und Erik
    Da es ja jedes Jahr ein Budget (Gelder die wir bekommen und die Zweckgebunden sind) gibt, muß dieses natürlich auch entsprechend ausgearbeitet werden.
    Das geschieht in zusammenarbeit des Präsidiums. Wird dann dem Vorstand zur Abstimmung und genehmigung vorgelegt, diskutiert, überarbeitet und schlußendlich beschlossen.
    Ich denke das dir jedes Vorstandsmitglied oder auch das Sekretariat dazu Auskunft geben kann.

    lg peter
  • Da die Sitzung inzwischen vorbei ist, wäre es für die OL-Allgemeinheit interessant zu erfahren, was nun tatsächlich mit der Orientierung passieren wird. Könnte bitte jemand, der Bescheid weiß, einen kurzen Bericht geben? Danke sehr!

    LG Traude
  • Hi Traude!

    Alle MItglieder des Vorstands sollen sich noch daran erinnern können, was beschlossen wurde!

    hgg
  • Lieber Hans Georg,

    stimmt, das ist anzunehmen. -> Aber warum antwortet dann hier niemand, und zwar konkret? Das ist doch wirklich ein Thema, das für ALLE ÖFOL-Mitglieder (und für auch sonstige evtl. Abonnenten) von Interesse ist. Da ist "Geheimniskrämerei" doch wohl eher nicht angebracht - oder? ;-)

    Immer noch in Erwartung einer Antwort ... (und das sicher nicht als einzige)

    Traude
  • Hallo HGG

    Da du ja im Vorstand bist hättest die Antwort ja auch schreiben können, oder warst nicht bei der Sitzung?
    Ich kanns leider nicht beantworten da ich aus beruflichen Gründen nicht bei der Sitzung war.

    lg peter
  • Liebe Vorstandsmitglieder,

    ich weiß zwar nicht, wie Eure Geschäftsordnung intern aussieht, welche Struktur Ihr Euch gegeben habt und wie Eure Prozesse ablaufen.
    Aber: Wie bitte kann es sein, dass zwei Wochen nach einer Vorstandssitzung nicht alle Vorstandsmitglieder eines österreichischen Verbandes (das ist die höchste Institution für unseren Sport in unserem Land!) wissen, was dort beschlossen wurde? Wie bitte handelt ein Vorstand, der zwei Wochen lang die Beschlüsse zu Vorstandshandlungen nicht kennt? Darf man das Fahrlässigkeit nennen? Seid ihr handlungsfähig?

    Peter, bei aller Liebe, weshalb hast Du nicht bei Deinen Vorstandskollegen nachgefragt und Dich über die Ergebnisse der Sitzung erkundigt? Du bist immerhin direktes Präsidiumsmitglied - worauf wartest Du?

    Ganz grundsätzlich: "Soll ich sagen? Ich sage niiiiiicht!" ist Clown Enrico. Kinderfernsehen. Kasperltheater.

    Ist irgendeines der geschätzten Vorstandsmitglieder bitte in der Lage, irgendeine qualifizierte sachdienliche Antwort zu geben?

    Danke,
    Andreas
    https://youtube.com/watch?v=3L8aFkOXjb8
  • Lieber Andreas, die meisten von uns sind heftig berufstätig, sodass nicht alles am nächsten Tag passieren kann. Ich war krankheitsbedingt nicht in der Sitzung und weiß daher nur ,dass im Budget nur eine Jahresausgabe budgetiert wurde - dh die Orientierung wie seit den 70ern bestehend gibt es nicht mehr (Paul Grün weiß als ehemaliger Chef ev. besser seit wann es unsere Verbandszeitung gab).

    Ich hoffe sehr, dass es einen Weg zurück im nächsten Jahr geben wird, fallsdie Budgetsituation wieder besser ist. Und ich hoffe sehr, dass sich auch die übrigen 800 OL berichtend im Internet betätigen werden. Schreiben tut nicht weh, wenn man es mal kann.
  • bearbeitet Februar 2015
    Leute, chillt’s ein bisserl. ;-)

    Wie Michael geschrieben hat, sind die meisten von uns berufstätig und haben auch andere Verpflichtungen. Mich persönlich hat zudem letzte Woche die (echte, richtige) Grippe erwischt, mit entsprechenden Auswirkungen.

    Zum ursprünglichen Thema:

    Im Zuge des Budgetbeschlusses für 2015 hat der ÖFOL-Vorstand die Herausgabe lediglich einer (Jahresend-)Ausgabe der Orientierung im heurigen Jahr beschlossen. Dies ist rein finanziell bedingt; wie oben geschrieben, gibt es eine qualifizierte Person, die die Redaktion auch für mehrere Ausgaben im Jahr übernehmen würde.

    Wie es heuer budgetär um den ÖFOL bestellt ist, könnt ihr hier einsehen:

    > ÖFOL-Budget 2015, Beschluss des Vorstandes vom 27.01.2015

    Am besten zunächst von unten anfangen zu lesen, da seht ihr schon mal das veranschlagte Minus von knapp 23.000,00 Euro. Auf der letzten Seite seht ihr auch die Einnahmenseite, die zu einem großen Teil von der öffentlichen Förderung bestimmt wird.

    Die Förderung ist geteilt in eine sogenannte „Grundförderung“ – das sind die Förderbereiche 1101, 1102, 1103 und 1104 – und die „Maßnahmen- und Projektförderung“ – die Förderbereiche 2101 bis 2112. Dazu erhält der ÖFOL als Nr. 25 im Erfolgsranking der Verbände eine „Erweiterte erfolgsbezogene Grundförderung“ in Höhe von 13.400,00 Euro, die theoretisch frei einsetzbar ist (wir werden sie für Beschickungen verwenden, das ist auch schon mit dem Bundes-Sportförderungsfonds so vereinbart).

    Laut Förder- und Abrechnungsrichtlinien sind:
    • Die Beträge unter 1101 (Personal Sport) zu 100% an die jeweilige Position gebunden.
    • Die Beträge unter 1102 bis 1104 (restliche Grundförderung) innerhalb der Grundförderung (1101 bis 1104) umschichtbar.
    • Die Beträge der Maßnahmen- und Projektförderung nur innerhalb eines Maßnahmenbereiches (also beispielsweise innerhalb der Nachwuchsförderung – 2104) umschichtbar, und nicht zwischen Maßnahmenbereichen; bzw. letzteres nur auf Umwidmungsantrag und da auch nur in beschränktem Maße.
    Zwischen Fördersegmenten – also Grundförderung und Maßnahmen- und Projektförderung – besteht grundsätzlich keine Möglichkeit der Umschichtung und keine Möglichkeit zur Umwidmung.

    D.h.: Wir können nicht beispielsweise einen Teil des für den Nationaltrainer zugesagten Geldes für Beschickungen verwenden – das erlauben die Förder- und Abrechnungsrichtlinien nicht. Auch dürfen wir nicht bspw. für Trainingsmaßnahmen vorgesehene Förderungen für Aus- und Fortbildungen verwenden (bzw. nur auf Antrag) oder für die Herausgabe einer Zeitung. Was wir bspw. schon dürften, ist statt Medaillen zu kaufen eine Zeitung abrechnen (=> Umschichtung innerhalb der Grundförderung) – dies widerspricht aber der Intention der Fördergeber, die heuer in der Fördervergabe verstärkt auf Unterstützung des Leistungssports gesetzt haben.

    Die ersten vier Seiten des Budget-Dokuments betreffen die Ausgaben. Der Aufbau entspricht den Förderbereichen, da wir im Endeffekt auch nach diesen abrechnen müssen. Hier seht ihr jeweils die Summe der veranschlagten Ausgaben, und wie diese abgedeckt werden sollen – aus Mitteln des Bundes-Sportförderungsfonds bzw. aus „Eigenmitteln“. Eigenmittel sind Mitgliedsbeiträge, Nenngeldabgabe, Zinsen, Sponsoren- und Werbeeinnahmen, Rücklagen. Hier seht ihr auch das Problem: Die Summe der Finanzierung aus Eigenmitteln übersteigt bei weitem die Einnahmen aus diesen. Besonders krass ist ist dies im Bereich „Infrastruktur Verbandsmanagement“ (1104) – unter den eine Verbandszeitung fällt – wo wir nicht einmal die minimalen Notwendigkeiten durch die Förderung abdecken können.

    Zum Vergleich das Budget des Vorjahres bzw. zur Information die von seiten des ÖFOL beantragten Förderungen und die zugesagten Summen in der Übersicht:

    > ÖFOL-Budget 2014, Beschluss des Vorstandes vom 28.01.2014
    > BSFF Grundförderung ÖFOL 2015
    > BSFF Maßnahmen- und Projektförderung ÖFOL 2015

    Wie oben geschrieben, blutet mir das Herz angesichts der Maßnahme „nur eine Ausgabe der Orientierung“. Auch ich schätze gedruckte Zeitschriften, schon rein vom Gefühl her, etwas in der Hand zu haben. Eine Fachzeitschrift kann fundiert und ausführlich Hintergründe und Details beleuchten, und sie hat Bestand. Die Orientierung hat sich über die Jahre weiterentwickelt zu einem wahren Vorzeigeprodukt und Aushängeschild des Verbandes. Markus Sterba hat es aber auf den Punkt gebracht – emotional ist das eine, betriebswirtschaftlich das andere.

    Zum vom Traude aufgebrachten Punkt, dass der ÖFOL-Mitgliedsbeitrag mit Umstellung auf Versand der Orientierung an alle Mitglieder deutlich erhöht wurde und bei Reduktion der „Gegenleistung“ der Mitgliedsbeitrag wieder entsprechend reduziert werden müsste: Diese Umstellung ist gute 9 Jahre her. Inzwischen hat sich einiges getan, auch was „Gegenleistungen“ betrifft – rein finanziell beispielsweise eine verstärkte Subvention von Veranstaltungen in den Sparten MTBO und Ski-OL, eine bessere Honorierung der Technischen Delegierten, die Übernahme von WRE-Gebühren durch den ÖFOL, erhöhte Landesverbandsförderungen; großteils aus „Eigenmitteln“ finanziert. Natürlich kann das einzelne ÖFOL-Mitglied fragen, „was habe ich davon“, aber ich glaube, es macht keinen Sinn, das jetzt aufzurollen zu versuchen. Die Einnahmen- und Kostenstruktur des ÖFOL muss ohnehin überdacht werden, ein Defizit wie das für heuer veranschlagte können wir uns auf Dauer nicht leisten. Dazu ist auch zu sagen, dass die Orientierung früher (also auch vor über 9 Jahren) lange Zeit zumindest zu einem gewissen Grad durch Fördergeld subventioniert wurde, jetzt eben gar nicht mehr. Die Orientierung wurde auch in ihrer Produktion in dieser Zeit teurer, wie Traude wohl wissen sollte.

    Schwerer wiegt der Beschluss der Mitgliederversammlung zum Erhalt der Orientierung „als Medium in seiner Art und Weise“. Mit Herausgabe nur einer Ausgabe 2015 erfüllt der Vorstand diesen Beschluss nicht. Der Vorstand hat aber auch – auch wenn dies nicht explizit in den Statuten o.Ä. festgelegt ist – Grundsätze der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit (wie dies so schön in den Förderrichtlinien formuliert ist) zu beherzigen. Mit einem veranschlagten Minus von knapp 23.000,00 Euro kratzen wir da eh sehr am Limit, weitere 10.000,00 bis 15.000,00 Euro Minus sind da für mich – und einen Großteil des Vorstandes –
    nicht mehr vertretbar. Mit diesem Umständen wird sich die Mitgliederversammlung im Herbst diesen Jahres zu beschäftigen haben. Hoffentlich haben wir bis dahin Förderzusagen für das Jahr 2016 zur besseren Planung. Für 2015 haben wir die konkreten Zahlen erst am 29. Dezember 2014 erhalten, was eine Planung und Budgetierung naturgemäß schwierig macht (dass es in Summe weniger Fördergeld geben würde, wussten wir schon ein paar Wochen vorher, aber nicht, wie die konkrete Aufteilung aussehen würde).

    Generell wird, wie schon oben angesprochen, die Einnahmen- und Kostenstruktur des Orientierungssports in Österreich möglicherweise zu überdenken sein. Dies kann sich in den Mitgliedsbeiträgen und Nenngeldern, die in der kommenden Mitgliederversammlung zu diskutieren sind, niederschlagen. Dazu besteht die Absicht, eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung eines Vorschlages für die Mitgliederversammlung zu betrauen. Wer in dieser Arbeitsgruppe mitarbeiten möchte, ist herzlich dazu eingeladen, sich diesbezüglich bei mir zu melden. Bei Fragen zum Budget stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

    Liebe Grüße

    Erik
  • bearbeitet Februar 2015
    P.S. Eine Internet- bzw. PDF-Zeitung ist derzeit nicht konkret im Gespräch. Auch diese wäre - soll sie optisch und inhaltlich etwas gleich schauen - mit Kosten und Aufwand verbunden. Über Alternativen und Möglichkeiten wird nachzudenken sein.
  • bearbeitet Februar 2015

    danke erik,

    ich erlebe das als ein musterbeispiel an transparenter, umfassender und nüchterner information (und nicht zum ersten mal). schon beachtlich, dass es das (Dich) beim öfol gibt.

    ceterum censeo: die orientierung ist wirklich ein verbandsjuwel, über all die jahrzehnte hinweg. nun, das wurde schon gesagt.

    jetzt geh ich wieder chillen :-)

    gregor chudoba

  • Lieber Erik !
    Zu Gregor Chudobas Zeilen möchte ich noch "uneitel " und uneigennützig " hinzufügen....

    Ad Orientierung : Seit 2 Jahren abonniere ich das "Swiss O-Magazine " ,einige andere Zeitschriften,eine Tageszeitung ,eine Wochenzeitung usw..
    Das alles ist nicht billig ,aber ich leiste es mir , weil ich daran interessiert bin .
    Auch die " Orientierung" würde mich sehr interessieren...

    Grüße v.
    Rainer

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