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Course of the year

bearbeitet November 2014 in Pinnwand
Zwei österreichische Karten und Bahnen - die österreichische Sprintmeisterschaft vom OLC Wienerwald und die ÖM-Nacht vom LZ Omaha sind nominiert worden, um auf der OL Webseite worldofo möglichst viele Stimmen bei der Wahl zur Bahn des Jahres. Es wäre super, wenn die österreichische OL Gemeinde die österreichischen Beiträge unterstützt.

Kommentare

  • insgesamt sind es drei österreichische, der 7. lauf der wintertour 2013/14 ist nämlich auch dabei!
  • Danke für den Hinweis, lieber Plohni, ich frage nur, was an dieser Bahn und diesem Gelände, wirklich das Besondere ist - und das sucht man ja
  • Es wird die "Bahn des Jahres" gesucht, und nicht das "Gelände des Jahres". Ich finde, es ist für einen Bahnleger umso schwieriger, auf einer "leichten" Karte eine interessante Bahn zu legen, als auf einer detailreichen, mit Steinen und feinen Kuppierungen übersäten Karte. Dort ist es nämlich relativ "einfach", eine herausfordernde, interessante Bahn zu legen. Bei dieser Wintertour im Speziellen ist es den Bahnlegern gelungen, auf einer "einfachen" Karte mit zusätzlichen technischen Schmankerln einen interessanten Wettkampf zu kreieren.
    Vielleicht ist dies auch als Statement gegen manche Bewerbungen zu sehen, die sich einfach aufgrund einer spektakulären Karte beworben haben, wo die Bahn im Hintergrund ist, weil eigentlich nur die Karte an sich interessant ist...
    Man weiß es nicht...
    Fakt ist, die Bewerbung ist aufgenommen worden und es muß sie ja auch niemand wählen, wenn sie nicht gefällt ;-)

    lg
    Schuarl
  • bearbeitet Dezember 2014
    Da gebe ich Schuarl vollkommen Recht!

    Auch finde ich es eigenartig, dass z.B. eine "Langdistanzbahn" mit 30 und oft weit mehr Posten in einem typischen Mitteldistanzgelände als "toll" dargestellt wird. Meiner Meinung nach ist das "Themenverfehlung", nämlich vom Charakter her nichts Anderes als eine verlängerte Mitteldistanz. Ob die Bahnlegung den IOF-Vorgaben bezüglich Charakter bzw. Schwerpunkt eines Wettkampfes (besondere technische Schwierigkeit versus längere Teilstrecken mit laufentscheidenden Routenwahlen) entspricht; und auch ob die Bahn für die Zielgruppe geeignet ist (krass ausgedrückt: Schulcup oder Weltcup) - das sollten eigentlich DIE wesentlichen Aspekte bei der Bewertung einer "Bahn des Jahres" sein.

    Jetzt bin ich einmal ganz bewusst etwas "provokant", um eine - hoffentlich sachliche! - Diskussion anzufachen:

    Meiner Beobachtung nach gibt es in der südlichen Hälfte Europas (wo Österreich natürlich dazu zählt) eine Entwicklung, die den IOF-Regeln komplett widerspricht: Auf den Karten werden sehr oft schon ZU viele Details eingezeichnet anstatt vernünftig generalisiert. (Die IOF sagt: "Wenn sich ein Gelände auf 1:15.000 nicht darstellen lässt, ist es für OL nicht geeignet." Auf der Karte sollen die "für die Orientierung relevanten Merkmale" dargestellt werden - also nicht alles!) Es wird immer unwegsameres (oft schon richtig "grausliches"!) Gelände kartiert. Und die meisten Wettkämpfe bekommen (soferne das Gelände es zulässt) Mitteldistanzcharakter: kurze Teilstrecken, hohe Postenzahl, so gut wie keine Laufstrecken dabei; oft geht es auch zu sehr um "Kampf zwischen Steinen und im Dickicht". Und OL besteht so manchmal nur mehr aus O fast ohne L.

    Das mag vielleicht Hobby- und Senioren-OLern wie mir, die im OL in erster Linie die technische Herausforderung für den Kopf zusammen mit "Abenteuer im interessanten Gelände" suchen, etwas entgegenkommen, gibt aber der Vielfalt des OL mit den 3 grundlegend verschiedenen Disziplinen wenig Chance.

    Auch wenn man sich die Gesamtheit der österreichischen Wettkämpfe ansieht, muss man bald zu dem Schluss kommen, dass es dringend eine Initiative braucht - in etwa "Rettet die Langdistanz!" Eine hohe Zahl regionaler Wettkämpfe sind inzwischen "Pseudosprints" - in einem für Sprint charakteristischen Gelände mit Bahnen (inklusive einzelner Teilstrecken), die aber für einen Sprint viel zu lang sind. Fast alle Austria-Cup-Bewerbe (außer den Sprints) haben Mitteldistanzcharakter - mit unterschiedlicher Länge. Eine "echte" Langdistanz gibt es nur mehr äußerst selten. Und Massenstart - mit der Notwendigkeit zum Splitten des Feldes - vermehrt dann noch zwangsläufig die Postenzahl und reduziert (bis ruiniert) den Langdistanzcharakter.

    (Persönliche Anmerkung dazu: Ich habe es inzwischen vollkommen verlernt, längere Teilstrecken einigermaßen flott zu bewältigen, und das meine ich jetzt rein orientierungstechnisch!)

    Aus diesem Grund gingen die vordersten Plätze meines "Course of the year"-Votings auch an norwegische Langdistanzbahnen mit wirklich langen Routenwahlen, wo die - von der OL-Weltspitze meist als "Königsdisziplin" bezeichnete - Langdistanz auch wirklich eine war.
  • Schuarl, ich gebe dir Recht in vielen Punkten - auf worldofo wird das Gelände bewertet - aber die bahnen der Wintertour sind trotz langweilligem gelände kein Highlight, sorry

  • Goggi, ist dir eigentlich klar, was die Aufgabe bei der Wintertour war? Ist A oder B schneller?
  • mir war das nicht klar - heißt: es ging für mich aus der darstellung nicht hervor. und ja, das ändert meine bewertung der bahnanlage.
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