Willkommen zur Diskussionsplattform für Orientierungslauf!

Registriere dich oder melde dich an um aktiv an Diskussionen teilzunehmen.

OL-Shop
simOLfan Reise zum Stadt-OL in Venedig

Frage zum Regelwerk im OL

bearbeitet September 2014 in Diskussionsforum
Ich bitte um Beantwortung folgender Frage.
Wie ist die Erreichung des Starts im Regelwerk verankert?
Es ist mir in Eidenberg aufgefallen das einige Läufer/Innen mit Bussen zum Start gefahren wurden. Alle anderen haben die doch erhebliche Distanz per Fuss zurückgelegt, was ich in den AC Cup Klassen schon als Wettbewerbsverzerrung empfinden würde.
Danke für eine Aufklärung.
glg reinhold

Kommentare

  • Siehe WO

    WETTLAUFORDNUNG
    II.2.4
    Verhalten während des Wettkampfes
    II.2.4.1
    Markierte Strecken
    Alle markierten Strecken (z.B. zum Start, zum Startpunkt, Pflichtstrecken im Gelände, ins Ziel) sind einzuhalten.

    lg peter
  • Ich glaube es ist ein Zeichen von Fair Play, ob man den langen Weg zum Start geht oder man sich Vorteile verschafft, sich die geheime Info holt, wo der Start ist, und sich als VIP hinaufkarren lässt - so ist es wie ich gehört habe am letzten Wochenende passiert, von einem Verein, der das aufgrund seiner tollen Vereinsarbeit nicht notwendig hat. Schade um diesen bitteren Beigeschmack.
  • Die Burschen haben sich bei der Siegerehrung für ihr Verhalten entschuldigt.
  • Es findet sich auch ein Absatz in den IOF-Rules, aber nur für WOC, JWOC und Weltcup. Dieser Absatz sagt eigentlich das Gegenteil zur gelebten Praxis aus:
    10.3 Transport between the accommodation, event centre, competition sites, etc. may either be arranged by the organiser or by the teams. On request, the organiser shall arrange all necessary transport during the event.
    Und es gilt:
    10.4 The use of official transport to a competition site may be declared mandatory by the organiser.
    Der wesentliche Unterschied ist, dass es bei diesen Bewerben der höchsten Wettkampf-Ebene üblicherweise sogar eine direkte Anfahrt zum Startgelände gibt, mit spezieller IOF-genormter Ausschilderung.

    Praktischer Abhilfe-Vorschlag:
    Da bei unseren Bewerben in Österreich die markierte Strecke vom WKZ zum Start einzuhalten ist, schlage ich vor, den Weg zum Start bewusst (ggf. kurz) durch unbefahrbares Gelände zu legen. (Forst-)Straßen, die für einen vom Veranstalter ungewünschten Wettkämpfertransport in Frage kämen, lägen dann bereits im gesperrten Wettkampfgebiet. Ein Benutzen dieser Straßen hätte eindeutig Disqualifikation zur Folge. Es gibt auch Regeln für Nicht-Wettkämpfer, die meiner Ansicht nach auch für einen nicht-wettkämpfenden Extra-Chauffeur gelten!

    --> Lolli, ein Thema für das kommende TD-Seminar?
  • Gerne werden wir dieses Thema beim heurigen TD und Veranstalterseminar diskutieren. In der WO ist ein Benutzen von Transportmöglichkeiten zum Start nicht geregelt. Wir werden es wahrscheinlich aber in die Fair Play Bestimmungen aufnehmen.
  • bearbeitet September 2014
    Zum Thema Fairness:

    Direkt beim Start der ÖM Mannschaft war ein nicht gerade faires Verhalten eines Wettkämpfers zu beobachten:

    Ein Läufer entfernte sich nach der Kartenausgabe von seinen beiden Teamkameraden und stellte sich direkt hinter die Konkurrenten (von diesen unbemerkt), um deren Besprechung der Postenaufteilung mitzuverfolgen. Als ein Läufer dieses Teams weglief, folgte er ihm auf dem Fuße.

    Das bringt sicher einen noch größeren Vorteil als zum Start gebracht zu werden.


    Apropos zum Start bringen:
    Es wäre für mich fast notwendig gewesen, geführt zu werden, da ich erst beim Weggehen eher zufällig erfuhr, dass meine Kategorie 10 Minuten früher starten sollte als in der Läuferinfo vorgesehen. (Was dann aber in Wirklichkeit nicht so war.) Ich musste mich ziemlich beeilen, um 10 Minuten früher oben zu sein als geplant.
    So etwas würde ich als "berechtigte Ausnahme" ansehen!

    Sehr lange Anmarschwege sind für die Jüngsten und die Ältesten übrigens manchmal schon an der Grenze des Zumutbaren, vor allem wenn es sehr heiß ist und steil bergauf geht! (Was zum Glück diesmal nicht der Fall war.) Auf jeden Fall sollten bei Wegen über 2 km unterwegs ab und zu Tafeln mit der Restentfernung stehen!
  • danke für die hinweise ich werde die WO genau studieren.
    @ georg - es hätten sich auch mädchen entschuldigen sollen es war ein gemischter bus.
    nur entschuldigung zu sagen ist mir persönlich zu billig da die motivation für das brechen der regel entscheidend ist. wiederholungsgefahr!
    @ traude - ich geb dir recht fairness wird noch ein spannendes thema. da es sich beim OL um eine generationen überspanennde familiensportart handelt wäre es schön wenn darauf wert gelegt wird und die älteren es auch ansprechen (und dürfen akzeptanz)!
    @ traude - zum start bringen bei langen wegen ist ok , wichtig für alle gleich(berechtigt)!
    @ lolli - zeitstrafen die in der höhe an das vergehen angepasste werden könnten wäre eine möglichkeit
  • Ausspähen einer anderen Mannschaft wie von Traude beschrieben sollte eigentlich zu Disqualifikation führen.
  • @Michael & Traude

    Frage:
    Wer soll das kontrollieren? bzw.
    Wer soll da eine Disqualifikation aussprechen?
    Ich glaube das das zu ziemlichen Streitereien führen würde.

    lg

  • Also Peter: Wenn 2 Leute aus verschiedenen Vereine dasselbe sagen, sollte das reichen - beim Nachlaufen ist so etwas ja auch noch vorgesehen, und die "Beweislage" ist viel dürftiger. Nur weil etwas scheinbar nicht kontrollierbar ist, ist es trotzdem nicht ok. So was stört den Fairnessgedanken mMn wesentlich mehr als das Abkürzen von langen Wegen zum Start. Hab ich auch schon gemacht und würde ich wieder machen.

  • @Transport zum Start: Die Idee mit dem Auto zum Start der ÖM Mannschaft zu fahren kam am Vorabend von einem Veranstalter selbst! (Leider erst nach der Siegerehrung und daher nur in einem kleinen Rahmen.) Natürlich wurde dies dann für unserer Jugend genutzt. Daher sehe ich nur bedingt den Fehler bei uns. Nach meinem Wissen wurden auch JugendläuferInnen anderer Vereine (von uns) mitgenommen. Grundsätzlich sollte man die langen Wege zum Start überdenken. Zum Teil gehen die "Kinder" länger zum Start als sie dann im Wettkampf laufen. (würde auch den Senioren entgegenkommen und das Thema hier wäre auch vom Tisch).

    @ausspähen und nachlaufen = FAIRPLAY. Dieses Thema hatten wir doch auch schon oft und wird bei Massenstartbewerben immer eines bleiben. Aber wenn ein Läufer den Kontakt verliert und "alleine" im Wald steht, wird er beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr "blind" nachlaufen. Und in Wirklichkeit wollen wir ja bei diesen Bewerben möglichst viel Gegnerkontakt oder.
    LG
    Thomas
  • @ Michael, naja da steht dann Aussage gegen Aussage. Die betroffenen Mannschaften müssten halt einen offiziellen Protest einbringen. Dieser wird dann entsprechend behandelt und ggfl. wird dem Protest stattgegeben wenn alle Beteiligten es zugeben.
    Doch in diesem Fall kann ich nur sagen: Wo kein Kläger da kein Richter.
    Wenn sich die betroffene Mannschaft dadurch nicht gestört gefühlt hat ist das ja ok, bzw. hätte Sie das sehr leicht selber unterbinden können.
    Vielleicht haben Sie das ja absichtlich zugelassen um die anderen in die Irre zu führen.
    Viele wenn und aber. Klar der Fairplaygedanke sollte im Vordergrund stehen. Aber sowas wird es immer wieder geben.

    Wegen dem Anmarschweg zum Start:
    Es hat schon längere Wege gegeben. Da sind die "Kinder" und teilweise die Senioren auch länger unterwegs gewesen als ins Ziel selber. Desshalb war ja auch in der Läuferinfo zu lesen das der Weg zum Start ca. 45 - 50min lang ist. Damit kann sich jeder darauf einstellen. Manchmal ist es halt nicht anders möglich.
    Aber das können wir in Villach auch diskutieren. Bin gerne bereit diesen Umstand zu erklären.

    lg peter
  • Peter, gegen lange Anmarschwege ist ja grundsätzlich nichts zu sagen. Bei manchen Karten geht es eben nur schwer anders. Dass sich bei einer Ultralang die Leute dann Optionen suchen, versteh ich auch.
  • Kurze Anmerkung: ich war nicht vor Ort, aber in Tschechien beim Vydoch cena im August wurde der lange Weg zum Start durch verpflichtenden(!)Bustransport gelöst. 1200 SportlerInnen, alle 10 min ein Bus. Die älteren Senioren und jüngeren Kinder dann auch wieder vom Ziel zurück per Bus. Ein OL-event, den ich nur jedem OLer wärmstens empfehlen kann (wir waren die einzigen Österreicher dort).
Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.