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Kinderbetreuung bei AC-Läufen

bearbeitet September 2014 in Diskussionsforum
Liebe Veranstalter,
Als Vater von 3 Kinder möchte ich hier einmal 2 Thema ansprechen.

1) Fehlende Kinderbetreuung: Leider gibt es immer wieder Läufe ohne dieser, wodurch einige Eltern mit einem "schlechten" Gefühl im Bauch in den Wald bzw. zum Start gehen müssen. (Schaut eh jemand auf mein(e) Kind(er), komme ich rechtzeitig zurück damit beim Partner/Partnerin auch noch laufen kann, ... . Besonders groß wird das Problem bei Langdistanz, Mannschaft oder einem langem Weg zum Start!
Also bitte denkt an sie, auch wenn nicht immer benötigt oder wenn einmal nur 2 Kinder eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen. Diese Familien werden es euch DANKEN.

2) Es wäre schön wenn sich die Kinderfähnchenstrecke bei allen Veranstaltungen auch bei Staffel und Mannschaft ... durchsetzten würde. Dadurch haben auch die Kleinsten Spaß dabeizusein und müssen nicht "nur" auf die Eltern warten. Vielleicht könnte man ja sogar die D/H-10 direkt im Zielgebiet starten lassen um den zum Teil erst 7 oder 8 jährigen einen Anmarsch bei weitentfernten Starts zu ersparen.

Danke fürs lesen.
Thomas

Kommentare

  • Mir wäre es auch egal, wenn ich für eine Betreuung etwas bezahlen müsste. Hauptsache, es geht den Kindern gut und sie sind "in Sicherheit".
  • Und noch eine Bitte zum Thema KiFä-OL:

    600m zum Start (inkl. 50 Hm), 1.700m (mit 75Hm) und dann noch einmal 600m zurück... mein Kleiner wird von mir ja noch (sofern von ihm gewollt) getragen, aber müssen fast 3km mit über 100 Hm für die Jüngsten sein? Wir haben nach dem zweiten Posten (welcher übrigens nicht wirklich für Kinder erreichbar war!) abgekürzt - das brachte uns zwar kein Erinnerungsgeschenk, dafür aber jede Menge Brombeeren und sogar einen Apfel :-)

    PS: und die Wirkung von bunten Bildchen als "Postenbeschreibung" zum Posten-Wiedererkennen sollte man auch nicht unterschätzen...
  • Ich kann mich den Worten von Thomas nur anschließen! Bei den Läufen wie am vergangenen Wochenende (Ultra Lang, Mannschaft), wo mehr oder weniger alle gleichzeitig im Wald sind, wäre eine Kinderbetreuung eine sehr hilfreiche Sache und trägt wesentlich zur Qualität eines OL-Wochenendes bei. Auch die 2. Anregung, eine Kinderfähnchenstrecke bei Mannschaft etc. anzubieten, kann ich nur unterstützen. Meine Kinder waren am Sonntag sehr enttäuscht, dass nichts für sie angeboten wurde. Gerade der OL ist im Vergleich zu anderen Sportarten als besonders kinder- und familienfreundlich bekannt, wäre schön, wenn es dabei bleibt.
    Trotzdem danke für das schöne OL-Wochenende, auch wenn mir meine Strecke am Samstag wesentlich zu lang war und ich einen furchtbaren Muskelkater habe...@Pierre: war wohl auch für unsere Kleinsten eine Ultralang...
    Liebe Grüße,
    Ingrid
  • Hallo an alle.

    Ich verspreche euch das wir versuchen es beim nächsten mal besser machen.

    Vielleicht ein Vorschlag für die Zukunft.
    Es gibt ja immer wieder Teilnehmer die nicht am Wettkampf teilnehmen und Zeit hätten eine Kinderbetreuung zu machen.
    Wer das machen kann und will soll sich einfach frühzeitig beim jeweiligen Veranstalter melden und das kundtun.

    lg peter

    @Georg Wittberger: Was würdest du als angemessenes Entgeld dafür vorschlagen?

    lg peter


  • Peter: EUR 10.- fände ich OK, EUR 5.- wären eine Okkasion und mehr als EUR 15.- würde ich nicht zahlen.
    Alledings funktioniert hier wohl auch ein Spenden-Modus...

    Übrigens: Mannschafts-Bahnlegung (zumindest) in H40- war sehr gut, da es ENDLICH einmal durch lange Strecken zwischen den Sammelposten nicht mehr möglich war, als "OL-Superstar" mit zwei eher schwächeren Partnern (oder Straßenläufern..) zu gewinnen. So soll es sein!
    Ultralang: Routenwahlen haben gefehlt, de facto 3x Mitteldistanz, aber schön und physisch fordernd war es allemal!
  • Liebe Kinderbetreuungsinteressenten!
    Die Naturfreunde Villach bieten an beiden Wettkampftagen ÖM Mittel und ÖSTM Sprint qualifizierte Kinderbetreuung mit eigenem Kinderzelt und aufblasbarer Kletterrutsche an.
  • @Georg: Danke für das Lob zur Bahnlegung bei der Mannschaft.
  • Kinderfähnchenlauf hat es bei der letztjährigen Mannschaft in Edlitz gegeben, auch bei der ÖM Staffel heuer. ZU Georg: ich habe bei Mannschaftsbahnen eine etwas differenzierte Meinung - man muss orientierungstechnisch nicht immer High Level haben - ein paar leichtere Posten ergeben auch Chancen für starke Läufer im Team ihren Beitrag zu leisten - taktische Variante wird erhöht und man kann auch sogenannte Straßenläufer mit ins Team nehmen.
  • Auf der Seite der ÖFOL-Wettkampfkommission,
    http://www.oefol.at/kommissionen/wettkaempfe.html
    gibt es ganz unten ein Dokument mit Hinweisen zur Kinder-Fähnchenstrecke (Stand 2012):
    http://www.oefol.at/fileadmin/Bilder/News_Bilder_2012-01/Dokumente/TD/Kinderfaehnchenstrecke.pdf

    Auch Empfehlungen für Start/Ziel (beim WKZ bzw. in unmittelbarer Nähe) und für Posten (für Kinder ab 2 Jahren erreichbar) sind darin angeführt.
  • Kinderbetreuung:

    Kennt jemand die Rechtlichen Grundlagen für eine Kinderbetreuung?
    Wer haftet im "Schadensfall"?
    Wer wird zur Verantwortung gezogen?
    Wird dafür eine entsprechende Ausbildung benötigt?

    Ich will nicht schwarz malen aber was ist wenn wirklich mal was passieren sollte?

    Die Fragen richten sich an alle die sich mit Recht und Gesetz auskennen bzw. an die Eltern.

    lg peter
  • Hallo Peter,
    Leider kenne ich mich mit dem genauen Gesetzestext nicht aus, aber ich glaube nicht das OL-Eltern ein Problem mit dem einen oder anderen Kratzers haben werden bzw. jemanden anzeigen. Und solange die Kinderbetreuung wie zum Beispiel auf der Hohen Wand nicht am Skywalk errichtet wird, sehe ich da keine Probleme! Für 2-3 Stunden brauchen wir sicher auch keine ausgebildeten Pädagogen, sondern einfach 2 Personen die sich "verantwortlich" fühlen. Also machen wir es nicht komplizierter als es ist.

    LG
    Thomas

  • bearbeitet September 2014
    Liebe Eltern/Veranstalter!

    Unten findet ihr zwei Auszüge aus Infoblättern des Instituts für Sozialdienste Vorarlberg bzw. der AK.
    (V.a. der letzte Absatz dürfte recht interessant sein).

    Nach meinem Text- und Rechtsempfinden sowie meiner Erfahrung nach gibt es zwei Aspekte:

    1) "Wer darf beaufsichtigen?"
    Es liegt in der Verantwortung der Eltern, eine geeignete Aufsichtsperson zu finden/zu akzeptieren
    (sofern diese nicht ohnehin eine einschlägige Ausbildung vorweisen kann).


    2) Solange kein erzieherisches Ziel verfolgt wird (bzw. es sich um eine reine Beaufsichtigung handelt) und/oder kein Entgelt, das über den tatsächlichen Spesenaufwand hinausgeht, verlangt wird, gibt es auch gewerberechtlich kein Problem.

    Insofern gelten alle rechtlichen/versicherungstechnischen Voraussetzungen wie sonst im Alltag auch.

    Zusammenfassend: es ist kein Problem, wenn Jugendliche beim OL (in einem abgegrenzten Bereich) auf Kinder aufpassen und eine Spendenbox aufstellen ;-)

    lg, Thomas


    KINDERBETREUUNG

    BEGRIFFSDEFINITION
    Beaufsichtigung von Kindern: selbständige, aushilfsweise (d.h. kurzfristige) durchgeführte Beaufsichtigung und physische Betreuung von Kindern ohne erzieherisches Ziel.


    Nicht der Gewerbeordnung unterliegt:
    o eine übernommene Betreuung von Kindern, die unentgeltlich vorgenommen wird bzw.
    bei der lediglich eine Abdeckung der tatsächlich gemachten Aufwendungen begehrt wird. In
    diesem Fall mangelt es an einer Ertragsabsicht, die ein Kriterium der Gewerbsmäßigkeit im
    Sinne des § 1 Abs. 2 GewO 1994 darstellt.

    Hier der komplette link: https://www.wko.at/Content.Node/branchen/.../Kinderbetreuung_2.pdf



    Zur Aufsichtspflicht gehören

    Konkrete Gefahrensituation
    Welche Gefahrenquellen sind da (beispielsweise Gelände, Werkzeug, riskante Aktivitäten etc.)?

    Betreuungspflicht
    Die Person, die das Kind betreut, muss auch für die gesamte Dauer der Betreuung anwesend sein bzw. erreichbar sein.


    Belehrungspflicht
    Hier handelt es sich um die Verpflichtung, die Kinder / Jugendlichen in der ihnen verständlichen Weise auf Gefahren hinzuweisen und vor falschem Verhalten zu warnen.

    Informationspflicht
    Die Erziehungsberechtigten müssen generell informiert sein, was mit den Kindern und Jugendlichen unternommen werden soll. Wenn Sie also die Kinder in die Aufsicht einer zuverlässigen Person geben - informieren Sie sich, was diese Person mit ihrem Kind unternimmt (z.B. wenn ihr Kind mit auf ein Pfadfinderlager fährt).

    Wenn Sie "fremde" Kinder betreuen (Kinder, die andere Erziehungsberechtigte haben), informieren Sie die Eltern der betreffenden Kinder, was Sie mit den Kindern vorhaben (das ist besonders wichtig, wenn Sie "spektakuläre" Unternehmungen planen - z.B. klettern gehen etc.)

    Es ist klar, dass Eltern nicht dauernd ihre Kinder beaufsichtigen können. Es ist notwendig, dass Kinder auch von anderen Personen beaufsichtigt werden können und dürfen. Es liegt jedoch in der Verantwortung der Eltern zu prüfen, ob die beauftragte Person (sofern diese nicht von einer Institution beauftragt ist - z.B. LehrerInnen, KindergärtnerInnen) zuverlässig ist (beispielsweise kann ein jugendlicher Babysitter sicher ein gesundes, schlafendes Baby ein paar Stunden beaufsichtigen, jedoch ist es nicht möglich, dass dieser jugendliche Babysitter ein krankes Kind mit besonderem Pflegebedarf nächtelang betreut - sei es, weil die Pflegemaßnahmen zu schwierig sind - z.B. hantieren mit Sauerstoff - oder weil das Kind nicht schläft, der beauftrage Babysitter aber eine ganze Nacht nicht aufbleiben kann).

    Link: www.ifs.at/270.html
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